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ein paar worte zu dem was ich mache und zur meiner person

Die Tage, die Nächte, die Gedanken dann, die Gedanken darüber. Ich breite mein Netz aus und fange das nicht Gesehene, das Gefühlte, den Atem der Seele .

Es gibt ja Kleinigkeiten die für einen Moment in den Maschen hängen bleiben bevor sie weitergleiten, dass ich sie nur kurz zu sehen bekomme – die machen die Stimmung.

Die größeren, die stecken bleiben das sind die Meisten. Mal lustig, heiter und freundlich, mal traurig, düster oder kummervoll, die sortiere ich grob durch und die werden zum Inhalt.

Und es gibt großes da draußen, was mich berührt, was mich bewegt, was mich täglich prägt und wenn es mir gelingt das zu fangen, dann bleibt es als Botschaft da.

Und das sind meine Bilder wie ich sie heute sehe. Und ich weiß, dass sie gestern ein kleines bisschen anders für mich waren. Und ich weiß, dass ich sie morgen schon ein wenig anders sehen werde. Und ich hoffe, dass es dem Betrachter ähnlich geht und dass ich Ihm etwas von diesem meinem Sehen geben kann.

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Ich werde euch das Geflüster meiner Seele zeigen

 

 

Ich gehe und schaue mich um. Und das, was ich sehe zeige ich in meinen Arbeiten – wie jeder Schaffender es macht (glaube ich). Den einfachen, täglichen Kampf ums Überleben bis Morgen. Den Menschen um mich herum mit seinen Sorgen, Freuden und Leiden, Lieben und Dramen. Meine Welt auf meine ein bisschen symbolische, übertragene, bisschen märchenhafte, bisschen comichafte, eben meine Art. Manchmal greife ich aktuelle Themen auf, manchmal nur einen Gedanken oder ein Gefühl welcher in seiner Flüchtigkeit gerade noch auf die Leinwand schafft.

Ich habe lange versucht dem Betrachter einen Interpretationsfreiraum zu geben und versuchte  nicht durch die Titel einzugreifen und alles zu erklären, deswegen habe ich meine Arbeiten fast immer unbetitelt gelassen. Ich habe mir immer wieder neue Interpretationen gewünscht und solche auch bekommen, weil diese Freiheit genutzt wurde, manchmal aus Mangel an Alternativen ;). Wenn der Betrachter sich die Zeit nimmt findet er vieles von meinen oder noch besser von eigenen Gedanken wieder. Und dann ist mein Ziel erreicht, Mission erfüllt.

Als Beispiel fällt mir eine Interpretation des Bildes „weinend tanzend“ ein, wo ich mich mit dem Thema Tod beschäftigt habe und jemand aus dem Publikum hat nur Liebe darin gesehen, was für ein gegenpoliges Sehen und Empfinden, ich finde solche Momente faszinierend. Herrlich finde ich auch die Geschichten, die mir auf dem Wege der Malerei passieren wie z.B. die, wo ich einige Bilder nicht ausstellen dürfte weil sie als sittenwidrig klassifiziert wurden !

Seit einiger Zeit helfe ich doch ein bisschen nach und viele der neueren Bilder haben einen Titel der ein bisschen die Gedankenflüsse lenkt, wenn man es wünscht und zulässt. Trotzdem denke ich weiterhin, dass die Gestallten, die meine Fantasie erschafft und die meine Botschaften in die Welt tragen sollten , es ganz gut tun und doch eine verständliche Sprache sprechen. Als Gegenleistung für die Verständlichkeit verlangen sie vom Betrachter ein bisschen Zeit, Offenheit und Fantasie beim anschauen. Ich denke auch, dass meine Bilder mehr erzählen, als ich das jemals mit meinen Worten machen könnte. Ich kommuniziere durch meine Malerei, ich versuche das was ich nicht aussprechen kann oder will auf diese Weise loszuwerden und sich mitzuteilen.

„Adam Grimann’ s Welt ist bunt und sieht aus als wäre sie durch einen bizarren Spiegel direkt aus Alice in Wunderland gefiltert. Verzerrt, psychedelisch, sehr nah an einem Alptraum, aber doch irgendwie lustig“. – so in etwa hat man über meine Stettiner Ausstellung berichtet

Einer der wichtigeren Projekte in letzter Zeit war die Gestaltung des Covers der CD „Nacht der Hunde“ mit Poesie von Frau Franziska Röchter und des Buches „Haben sie Komfortstatus“ (auch von Frau Röchter), bei dem ich außer Covergestaltung auch die Bilder für das Buch beigesteuert habe.

„Seine Bilder (…) bestechen durch Charme, Witz, eine Tiefgründige Wahrheit und immense Farbenfreude“ – Franziska Röchter, Schriftstellerin.

Die Neue Westfälische schreibt: „….Motivwelt des Adam Grimann mit ihren surrealen Tendenzen. Um seine Wahrnehmungen und Erlebnisse malerisch auszudrücken, vermischt er diese Eindrücke mit Empfindungen deren Interpretationen. Herauskommt dabei eine gegenständliche, aber formal völlig eigenwillige Bildersprache. (..) Er lässt sich Wesen einfallen, wie er sie passend für seine Bildaussage braucht. Diese Eigenständigkeit wird durch eine überlegte Farbsetzung intensiviert(..) Inwieweit Grimanns Titel bei der Entschlüsselung der Inhalte behilflich sein können, sei dahingestellt. Drum ist der Betrachter gut beraten, sich ohne Vorbehalte auf diese außergewöhnlich fantasiereiche Bilderreise einzulassen.“

Und über das Bild „Abhängigkeit“ : „ Die freundlichen Farben verstellen fast den Blick auf die spitzen Zähne, das verzerrte Maul und den irren Blick mit denen das Kuscheltier zu seinem Herrchen schielt“ und beschreibt damit grob die Linie von vielen meinen letzten Arbeiten.

Die LIPPISCHE LANDES-ZEITUNG: „(..) blicken den Betrachter aus knallbunten Gemälden, vorwiegend in Öl, skurrile, langgliedrige Figuren mit Glubschaugen an, tier- oder menschenähnliche Wesen, die auf den ersten Blick lustig anmuten. Und doch scheint hinter der komischen Oberfläche durch die Skurrilität das Grauen zu lauern. (..)Fesselnd ist die im wahrsten Sinne bunte Vielfalt, die in seinen Gemälden zum Ausdruck kommt.“

Jetzt arbeite ich unter anderen an Illustrationen für ein Kinderbuch und wenn ich wieder jemanden finde, der schreibt und dem meine Arbeiten gefallen , würde ich gerne wieder etwas Literatur mit meinen Gestalten bildlich kommentieren.

Die meisten meiner Bilder sind mit Ölfarben auf Leinwand gemalt, was nicht bedeutet, dass ich für andere Techniken eine Abneigung habe, ich probiere hin und wieder gerne etwas Neues aus jedoch kehre ich immer wieder zu meinem Lieblingsmedium zurück.

Mein erstes Ölbild ist schon in den 80-er Jahren entstanden aber ich habe gerne schon seit immer gemalt und gezeichnet.

Adam Grimann 2012

 

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