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„Das Wort wird Bild“ – Edition 2

Die Idee: Junge Autoren des „Rumpelstilzchen“-Literaturprojekts aus Enger haben Gedichte und kurze Prosatexte zur Verfügung gestellt, mit denen sich 14 Fachwerk-Mitglieder gedanklich und künstlerisch auseinandergesetzt haben.
Die Ausstellung „Das Wort wird Bild“ wird vom 17.05. 14.06.2019 in den Räumen
der VHS Lemgo in der Alten Abtei, Breite Str. 16 stattfinden.
Die Vernissage ist am Freitag 17.05. um 17.00 Uhr.

vier Ausstellungen gehen zu Ende

Es ist so weit! Alle meine Bilder sind wieder zuhause. Schönes Gefühl. Man freut sich schon sehr, wenn eine Ausstellung gemacht wird, wenn die Bilder Kontakt mit der Außenwelt haben. Und ich auch dadurch. Letzte Zeit war es jedoch sehr viel: vier Ausstellungen auf einmal. „Das Wort wird Bild“ in Bad Salzuflen, wo die Fachwerkkünstler die Gedichte des Literaturgruppe Bebildert haben. Die Gemeinschaftsausstellung in Millau, Frankreich. Die Ausstellung in Bielefeld wo ich mit fast zwanzig Bilder vertreten war. Und die Ausstellung in der Galerie des Rathauses in Enger, wo rund fünfzig Bilder und Zeichnungen dem Publikum präsentiert wurden. Jetzt ist alles, was nicht verkauft worden ist, wieder daheim. Uff. 🙂

Der einzig unangenehme Beigeschmack ist nach der Engeraner Ausstellung geblieben. Ein Bild wurde zerstört und die „Provinzial“, wo es versichert war, will den Schaden nicht bezahlen. Ist richtig schade. Gerade so eine große Versicherung redet sich einfach raus. Ich empfehle diese Versicherung ab jetzt gar nicht weiter. Das, was wir bei der Provinzial sonst noch versichert haben, wird jetzt gekündigt – das Risiko ist mir einfach zu groß, dass ein Schaden, wenn es passiert, nicht bezahlt wird.

Eröffnungstexte :)

Auf mehrmaligen Wunsch publiziere ich unten die Eröffnungsreden der beiden letzten Ausstellungen.

Ausstellung „was bisher geschah“ in der „Galerie in der Werretalhalle“ in Löhne , 24.09-14.11.20015:


Wir werden geboren. Es ist gut, wenn an einem Märztag. Oder einem anderen schönen, an dem man dann ab jetzt immer Geburtstag feiern kann. Weil feiern auch gut ist.

Und wir sollten dann gleich losmarschieren, obwohl es uns am Anfang noch nicht wirklich klar ist. Es ist uns auch nicht klar, dass es kein Zuckerschlecken sein wird. Dieses Marschieren. Es wird uns an Schnee und Regen ins Gesicht nicht fehlen. Auch das wissen wir dann noch nicht. Deswegen gehen wir los. Auch, weil wir nicht wahrlich adäquate Alternativen haben. Und es macht uns auch Spaß. Wir fangen vorsichtig an, wir krabbeln ein wenig, dann machen wir ein paar Schritte und dann rennen wir los. Viele von uns sind nicht mehr zu bremsen, die anderen werden gebremst. Durch ein Hindernis. Ein kleines, ein riesiges, ein natürliches, ein menschliches, ein anderes noch. Der Eine bleibt dran hängen, der Andere klettert drüber. Und nicht die Hindernishöhe ist hier relevant, sondern unsere Kraft es zu überwinden. Die ist es, die uns antreibt, wenn sie wahrgenommen wird. Die ist es, die gepflegt werden soll, weil sie so wichtig ist. Weil sie dieser Sonnenstrahl nach dem verregneten Tag ist. Weil sie der Vogel im blauen Himmel ist, der uns sehr tief die frische Morgenluft einatmen lässt, wenn wir uns den Komfort erlauben das Tier da oben zu sehen. Und auch ist es die Hoffnung, die uns die Wege zeigt. Wege aus dem Pech, aus dem täglichen Schlamassel. Die uns hilft, die grausame Zeit zu überwinden und auch auf die wunderbare zu warten. Es wird weiter gehen. Es wird immer weiter gehen, ob wir es wollen oder nicht, ob wir es glauben oder nicht. Und wenn wir bereit sind es zu glauben, dann wird es auch so sein, weil die Welt köstlich ist. Die ist wie für uns geschaffen. Diese Schönheit, die uns umgibt sollen wir bewusst wahrnehmen. Das gibt (uns) die Urkraft, die Urenergie, die aus den kleinsten Zellen unseres „Ich“ herauskommt, um uns durch den Tag zu tragen.

Und wir sollen die Liebe nicht aus den Augen verlieren. Sie ist der Fokus, der Kern, der Sinn.

(Auch wenn es sehr pathetisch klingt, kommt es nicht aus Hollywood J )

Ich gehe und schaue mich um. Seit über 30 Jahren mache ich das künstlerisch, was bedeutet, dass ich den ganzen Film, der sich vor meinen Augen täglich abspielt, in meinen Arbeiten wiedergebe – wie jeder Schaffende es macht (glaube ich). Den alltäglichen Kampf ums Überleben bis Morgen. Den Menschen um mich herum mit dem, was ihn bewegt. Die Welt auf meine Art. Ein bisschen symbolische, übertragene, metaphorische, märchenhafte, etwas comichaft überzeichnete und verzerrte, untertönig surreale, eben auf meine Art.

Manchmal greife ich aktuelle Themen auf, manchmal nur einen Gedanken oder ein Gefühl, welches es in seiner Flüchtigkeit gerade noch auf die Leinwand schafft.

Der Betrachter bekommt bei mir Interpretationsfreiraum. Sehr viel davon. Und er braucht diesen Komfort und nutzt ihn auch aus. So lange, wie er möchte. Jede Interpretation wird zugelassen, kein Gedanke wird kritisiert, höchstens gespannt diskutiert. Und wenn das Auditorium glaubt, nicht weiter zu kommen, oder meine Gedanken zu meinen Arbeiten kennenlernen will, dann lasse ich es den Titel des Bildes lesen. In manchen Fällen sogar meine niedergeschriebenen Gedanken zum Bild. Trotzdem denke ich weiterhin, dass die Gestalten, die meine Fantasie erschafft und die meine Botschaften in die Welt tragen sollen, es ganz gut tun, sie sprechen eine fassbare Sprache. Als Gegenleistung für die Möglichkeit der Verständlichkeit verlangen sie vom Betrachter ein bisschen Zeit, Offenheit und Fantasie beim anschauen, erfassen und entschlüsseln. Ich bin überzeugt, dass meine Bilder mehr erzählen, als ich jemals mit meinen Worten beschreiben könnte. Ich kommuniziere durch meine Malerei und versuche das, was ich nicht aussprechen kann, oder will, auf diese Weise loszuwerden und mitzuteilen.

In meinen Bildern zeige ich das Geflüster meiner Seele.


Ausstellung „grimanns märchen 3.0“ im „Das Fachwerk“ in Bad Salzuflen, 26.04-24.05.2015:


Es war einmal ein junger Flüchtling. Er war voller Hoffnung, Träume, Energie und Lebenswillen. Mit dieser Bagage im Herzen, einen Rucksack auf dem Rücken, der geliebten Frau an der Hand und der 3cm kleinen Tochter auf dem Weg, ist er ohne sich auf Gestern umzudrehen in den Morgen aufgebrochen. Er hat den grauen, kommunistischen Wald hinter sich gelassen und ist gen Westen gegangen, wo die schöne, bunte und helle Sonne praktisch NIE untergeht.
So hat einer der wichtigsten Kapitel in meinem Leben angefangen. Ich werde ihnen heute nicht mein Märchen erzählen, ich werde hier nur ein paar Gedanken verstreuen mit eigenen Worten, vor allem jedoch mit meinen Arbeiten die Sie hier vorgefunden haben.

Ich sage Ihnen heute, dass es sich meistens im Leben schlecht abgrenzen lässt, wo ein eigenes Märchen sich ereignet und wenn es anfängt, dann wann es anfängt und ob es anfängt. Dieser schleichende Prozess wird sehr oft übersehen oder nicht wahrgenommen.
Das ganze Leben, glaube ich, ist wie so ein Märchen. Es kommen nicht immer nur weiße Rösser durch edle Prinzen beritten vorbei, es kommen auch alles um sich herum zerstörende Drachen und fiese Zauberer. Bei jedem von uns ist das Verhältnis zwischen der Berührung mit dem Prinzen und dem Drachen um uns, bestimmt ungleichartig. Obwohl die meisten doch den Prinzen bevorzugen. Oder die Prinzessin.

Vor nicht so lange Zeit habe ich ein Linolschnitt erstellt, der den Titel „ pastorella „trägt. Das Werk erzählt über Sehnsucht und Hoffnung einer Hirtin auf die Liebe eines Ritters. Im romantischen Mittelalter ein beliebtes Motiv in Bildender Kunst genauso, wie in der Musik oder Literatur. Romantisch bis zum Schmerz ist die Hoffnungslosigkeit gewesen. Wie ich es heimlich beobachten könnte, gibt es noch heute das Warten auf den Ritter auf dem weißen Ross, das die wartende junge Dame in eine wunderschöne, erträumt ideale Zukunft mit bedienungsloser Liebe und Hingabe entführt, in der man sogar fürs Putzen Personal hat.

Heute wird der Ritter jedoch durch einen Neureichen, einen Fernseherstar, Fußballer oder einen Businessman (Hauptsache ein dickes Portmonee) er wird in den Träumen ersetzt und dann weiter geträumt. Parallel zu dem Leben, mit dem man nicht einverstanden ist.

Die Zeit, in der ich lebe lässt mir auch keine Ruhe. In meiner Arbeit setze ich mich mit meiner Empfindung der Welt auseinander. Mit diesem Satz kann ich sehr kurz erläutern was ich überhaupt mache. Ich versuche die Welt nicht realistisch wiederzugeben, sondern verzehre sie um den Betrachter dadurch zu einem völlig neuen Betrachtungswinkel zu überreden. Ich denke, dass die Gestalten, die meine Fantasie erschafft und die meine Botschaften in die Welt tragen sollten, zwar eine eigene Sprache sprechen, sie versuchen sie aber so universell zu formulieren, dass die verständlich sein müsste. Allerdings sollte man sich manchmal etwas Zeit nehmen, um den Zugang zu den Arbeiten zu finden. Ich denke auch, dass meine Werke mehr erzählen, als ich das jemals mit meinen Worten machen könnte. Ich kommuniziere durch meine Malerei und versuche das, was ich nicht aussprechen kann oder will auf diese Weise loszuwerden und mitzuteilen.

Wieso ich es mache? Ich kann mir nicht vorstellen es nicht zu machen, ich kann aber nicht präzisieren wieso. Nach dem Prinzip: ein Bild sagt mehr als tausend Worte, wünsche ich mir, dass man sich mit meinen Arbeiten gefühlvoll auseinander setzt und selbst Gedanken dazu formuliert. Nach eigener Wahrnehmung in Konfrontation mit eigener Erfahrung und Weltanschauung.

Ich ziehe die Zeilen der Realität auseinander, ich verzehre sie nach Bedarf, damit der Betrachter meiner Werke dazwischen lesen kann.

Zu den Inhalten kann ich noch hinzufügen, dass ich manchmal die für mich aktuellen Themen aufgreife die mir die Welt serviert, aber manchmal verwende ich nur einen Gedanken oder ein Gefühl welches in seiner Flüchtigkeit gerade noch auf die Leinwand schafft.

Der größte Anteil in meinem Schaffen beansprucht die Malerei für sich. Vor allem die Ölmalerei, wobei ich mich letztens mit der Acrylfarbe angefreundet habe. Zeichnung in allen möglichen Medien wie auch Papierskulpturen und Installationen, Illustrationen für Bücher und CD-Cover ergänzen das Portfolio. Im Laufe der Zeit habe ich eine eigene, vielschichtige Sprache entwickelt, die meine Arbeiten wiedererkennen lässt. Na ja, ich unterschreibe sie auch, man sollte auch die experimentellen Werke mir zuordnen können, bei den ich neues ausprobiere.

Zum Schluss noch eine Aufschlüsselung, warum „grimanns märchen 3.0“?

märchen“, weil die Arbeiten bunt sind und dadurch auf den ersten Blick märchenhaft anmuten können. Weil im Inneren versteckte Inhalte zu finden sind, die entdeckt werden sollen, weil die Werke meistens eine Moral haben. Und so mehrdeutig sind. Und zeigen die Welt verzehrt und voller in Symbolik getarnten Botschaften wie Märchen meistens.

grimanns märchen“, weil mein Nachname mit den berühmten Gebrüderpaar gewisse Ähnlichkeit aufweist.

3“, weil es die dritte Ausstellung unter diesem Titel ist. Grimanns Märchen Ausgabe eins gab es im „Königs Tor“, einem Jazz Club in Stettin, 2.0 in der Städtischen Galerie in żory , beides in Polen.

.0“ ist dazu da um moderner zu klingeln und dadurch ein Schmunzeln zu entlocken.

Ich wünsche Ihnen und Euch viel Freude an meiner Schöpfung, danke schön.


Lyricks on the Rock(s)

Es war ein wunderbares Erlebnis. Die grandiosen Musiker von Error Six haben zuerst den literarischen Teil improvisierend untermalt und dann eigene Rockig-Experimentelle Musik im Konzert  geboten. Die Dichtkunst und weitere Leseformen waren durch Franziska Röchter und Ralf Brunicki sehr gut vertreten. Ein wunderschöner Abend mit einer Möglichkeit sehr leckere Speisen zu kosten.

Lyricks on the Rock(s)

Von 16.04. bis 18.05. sind ein paar meiner Bilder in Berggasthof in Oerlinghausen zu sehen. Am 03.05.2014 findet dort eine Veranstaltung staat, zu der ich alle einladen möchte, die einen Abend mit Musik, Literatur und meinen Arbeiten erleben wollen. Weiter infos aus der homepage  des Gasthofs unter : Veranstaltungen. Ich wünsche schon jetzt viel Spass, bis bald.

Leipziger Buchmesse 13-16.03.2014

Die Leipziger Buchmesse ist mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen, über 200.000 Bersucher !! Es war sehr aufregend. Vor allem die Lesung aus „meinem“ letztem Buch 🙂 Auf der Bühne nur Stars !! Man darf so etwas nicht verpassen, ein Genuss für die Seele.

Am Stand von Chiliverlag  gab es auch zwei Bilder in Dauerausstellung, die anderen waren nur zur Lesung auf der Bühne. Die Interesse der Besucher war groß (bin gespannt, wo überall die Fotos von meinen Werken landen). Prominenter Besuch am Stand fehlte auch nicht. Der Herr Reiner Haseloff, der Ministerpräsident von Sachsen-Anhaltwar bei uns wie auch der D-Rolf, ein bekannter Globetrotter und bekennender Trabbifahrer, der mit dem Wagen die Welt bereist. Es war eine fantastische Veranstaltung. Ich bedanke mich sehr herzlich bei Franziska Röchter und dem Chiliverlag für die ganze Unterstüzung.

Buchmesse Leipzig

Der März steht in Leipzig im Zeichen des Lesens. Und das lasse ich mir nicht entgehen und fahre mit dem Chiliverlag hin. Vor allem, weil ein Buch, in dem ich mitgewirkt habe eine Rolle dort spielt. Es wird nicht nur präsentiert, es wird auch daraus öffentlich vorgelesen. Dann fahre ich hin und stelle einige der Bilder die im Buch vorkommen aus. Ich hoffe dem Publikum den Besuch des Standes etwas bunter und dadurch auch angenehmer zu gestalten. Und auf die Hauptbühne sollen die Bilder auch kommen! Die Spannung steigt, der 15.03.2014 ist nicht mehr weit.

Lesung – „…amen / …domina“ – die Echos.

…da habt ihr aber WIRKLICH !!! was verpasst. So eine guuuute Lesung erlebt man sehr, sehr selten. Es war wunderbar. Die Stimmung ist sofort entstanden, das Publikum hat sich sehr wohl gefühlt und die Franziska Röchter hat es wie immer genial gemacht. Es war etwas ruhiger, als sonst, war aber so geplant (Totensonntag). Sie hat wunderbar zwischen traurigen und lustigen Themen balanciert und alles im Einbezug des Publikum mit direkten Kommentaren zu dem, was sie gerade präsentiert. Ich habe es genossen und ich war nicht alleine 🙂
Ich bedanke mich an allen Gästen mit der Hoffnung, dass sie diesen Abend mindestens so gut fanden wie ich es tat. Ich bedanke mich herzlichst bei dem Gastgeber. Und ich bedauere die paar Stühle die noch leer geblieben sind – wirklich schade für die, die drauf sein wollten. Pech 😉

Und die Ausstellung ist auch sehr gut angekommen, was mich sehr zufrieden gemacht hat.

Lesung – „(…)amen / (..) domina“ – 24.11.2013 !!

„bis ans ende der zeiten. amen / sie ist ne domina“

Kommen Sie zur musikalischen Lesung / Ausstellung  und erleben Sie den Totensonntag anders als gewohnt. Etwas bunter, farbenfroher (Bilder!), lebendiger und fröhlicher, bewegt und voller Emotionen. Die Veranstaltung mit Franziska Röchter und Adam Grimann wird musikalisch begleitet. Auch eine Ausstellung einiger der Werke, die im Buch abgedruckt sind, wird zu sehen sein. Das neue Buch wird zu kaufen und signieren sein, wie auch andere Produkte des chiliverlages

[Buchtrailer]

Einladungsplakat (pdf)

text & talk – Buchmesse

Die Buchmesse, auf der auch das neue Buch von Franzi Röchter und mir präsentiert wurde, ist zu Ende. Ein schönes Erlebnis, ein wunderbarer Tag. Es gab viele interessante Besucher, das beste aber war die Lesung. Es war wie immer ein Erlebnis. Ich habe die Bilder für die Kulisse vorbereitet und dann haben davor vier Autoren ihre Texte dem Publikum vorgestellt. Ich schreibe bewusst nicht vorgelesen, weil dass keine Lesung war, wie man sie kennt. Das war eher ein Poetry-Slam-Performance oder so in etwa 🙂 Wenn also jemand irgendwo sieht: Lesung „Chili-Verlag“, dann NIE weitergehen !! Hinsetzen und erleben –  das kann ich nur empfehlen 😉 .

online-Vorwort zum gedruckten Buch:)

Wir werden geboren. Es ist gut, wenn an einem Märztag. Oder einem anderem schönem, an dem man dann ab jetzt immer Geburtstag feiern kann. Weil feiern auch gut ist.

Und wir sollten dann gleich losmarschieren, obwohl uns es am Anfang noch nicht so wirklich klar ist. Es ist uns auch nicht klar, dass es kein Zuckerschlecken wird. Dieses Marschieren. Es wird uns am Schnee und Regen ins Gesicht nicht fehlen. Auch das wissen wir dann noch nicht. Deswegen gehen wir los. Auch, weil wir nicht so wirklich adäquate Alternativen haben. Und es macht uns auch Spaß. Wir fangen vorsichtig an, wir krabbeln ein wenig dann machen wir paar Schritte und dann rennen wir los. Viele von uns sind nicht mehr zu bremsen, die anderen werden gebremst. Durch Hindernis. Ein kleines, ein riesiges, ein natürliches, ein menschliches, ein anderes noch. Der Einer bleib dran hängen, der andere klettert drüber. Und nicht die Hindernishöhe ist hier relevant sondern unsere Kraft es zu überwinden. Die ist es, die uns antreibt, wenn sie wahrgenommen wird. Die ist es, die gepflegt werden soll, weil sie so wichtig ist. Weil sie dieser Sonnenstrahl nach dem verregnetem Tag ist. Weil sie der Vogel im blauen Himmel ist, der uns sehr tief die frische Morgenluft holen lässt, wenn wir uns den Komfort erlauben ihm zu sehen.

Und auch ist es die Hoffnung, die uns die Wege zeigt. Wege aus dem Pech, aus dem täglichen Schlamassel. Die uns hilft, die grausame Zeit zu überwinden und auch die wunderbare zu warten. Es wird weiter gehen. Es wird immer weiter gehen. Ob wir es wollen, oder nicht. Ob wir es glauben oder nicht. Und wenn wir bereit sind es zu glauben, dann wird es auch so sein. Weil die Welt köstlich ist. Die ist wie für uns geschaffen. Diese Schönheit, die uns umgibt sollen wir bewusst wahrnehmen. Das gibt uns die Urkraft, die Urenergie, die aus den kleinsten Zellen unseres „Ich“ rauskommt um uns durch den Tag zu tragen.

(Auch wenn es sehr pathetisch klingt, kommt es nicht aus Hollywood  )

Wenn Sie nach dem Lesen dieses Buches nur etwas aus dem dunklem Loch rauskommen, wenn Ihnen das Buch ein kleines bisschen Licht bringt, etwas Hoffnung oder einen kleinen , guten Gedanken schenkt, dann war es wert es herauszugeben, dann ist die Mission getan. Dann sind die Texte und die Bilder gut zusammengesetzt. Jetzt nur noch dranbleiben. Es wird immer irgendwann besser.

„text & talk“ – auf der Buchmesse

Am 07.09 und 08.09.2013 findet im Oelde die Buchmesse „text & talk“ statt. Es wird von meiner kleinen Ausstellung begleitet. Das Buch „bis ans ende der zeiten. amen / sie ist ne domina“ wird vorgestellt und ein paar Bilder die im Buch abgebildet sind werden auch live auf der Bühne zu sehen sein. Von 12:40 Uhr bis 13:00 Uhr wird gelesen. Auch aus dem Buch. Und es macht auch die Autorin der Texte, die Franziska Röchter (Chiliverlag) – immer ein Erlebnis. Es wird nicht einfach vorgelesen, es wird erlebt und gelebt. Auf jeden Fall hören und erlebenswert.

Aus dem „Tentakel“ 08.2013, (Seite 13) :

„Chili-Verlag: Neuerscheinung im Doppelpack
„bis ans ende der zeiten. amen / sie ist ne domina“  Ein Kunst – Gedichtbuch-Wendebuch
von Adam Grimann & Franziska Röchter
88 Seiten, über 38 Farbabbildungen plus viele in schwarz-weiß, Link: ISBN 978-3943292-06-0, chiliverlag 2013, EUR 13,90
Adam Grimann ist einer der originellsten und witzigsten ‚ernsthaften‘ Künstler Ostwestfalens. Seine Bilder sind eine Augenweide und gehören angeschaut. Seine lebendigen Farben lassen gute Stimmung aufkommen. Der Künstler vereint in seinen Werken Witz, Originalität, Augenzwinkern und Komisches mit Ernsthaftigkeit, Wahrheit und der Tragik des Lebens. Dieses Buch besitzt zwei Anfänge, also zwei Bücher in einem. Wäre es möglich, hätte dieses Buch mindestens zehn Cover. Damit alle Bilder sofort gesehen werden können.
Buch 1: bis ans ende der zeiten. amen, welches auch der Titel eines sehr großen Gemäldes von Adam Grimann ist, enthält zu den Bildern Gedichte vom Abschiednehmen und Auszüge aus Poetry Slam Texten von Franziska Röchter. Beide Künstler verarbeiten auf ihre Art und Weise die Absurdität des menschlichen Daseins. Abschied kann alles Mögliche bedeuten: das Verlassen des Heimatlandes, die Trennung von einem ‚falschen‘ Freund, die Verabschiedung unliebsamer Gewohnheiten oder unrealistischer Wünsche oder die Auseinandersetzung mit dem unausweichlichen Tod.
Buch 2: sie ist ne domina handelt von den Tragikomödien des Lebens und enthält Gedichte vom Weitermachen und ebenfalls Auszüge aus Poetry-Slam-Texten Franzi Röchters. Adam Grimanns Bilder illustrieren aufs Vortrefflichste eine Lebenskunst, zu der die Akzeptanz des Skurrilen und Unausweichlichen dazugehört, um nicht ‚vor die Hunde‘ zu gehen.
Adam Grimanns Bilder waren in den vergangenen Jahren nicht nur in Ostwestfalen und Herford zu sehen, sondern weit über die Grenzen Deutschlands hinaus diverse Male in Polen, in Frankreich, in London.
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und kann als Trostpflaster in düsteren Stunden dienen.“

Aus dem „Ultimo“ 08.2012   (Seite 8 und 9 – „Alles im Alleingang“) :

„(…) Die neue Veröffentlichung ist dann doch mal eine Sammlung mit Texten der Verlegerin: „bis ans ende der zeiten. amen/sie ist ne domina“ ist ein sogenanntes Wendebuch, das zwei Anfänge hat und per Wendemanöver gelesen werden kann. Neben Gedichten und Auszügen aus ihren Poetry Slam-Texten gibt es 38 Farbbilder und etliche Bilder in schwarzweiß des Herforder Künstlers Adam Grimann. Thematisch beschäftigen sich beide mit den Themen Abschiednehmen und der absurden Existenz des Menschen bis hin zum Tod, aber es gibt auch Texte zum Weitermachen und Texte „gegen die Unterdrückung der Männer“, alles natürlich mit einer Prise Humor und Ironie verfasst.

Sacha Brohm „

Das neue Buch ist da !!

“ bis ans ende der zeiten.amen / sie ist ne domina“

Das erste Exemplar der neuen Buches habe ich soeben erhalten. Es ist sehr schön geworden. Ich kann mir gut vorstellen, das der Leitgedanke des Buches sehr gut funktioniert. Es ist ein „Drehbuch“ 😉 , also ein Buch zum drehen, das heißt – ein Buch mit zwei anhängen. Gerichtet ist es unter anderem an Leser, die irgend einen Verlust erlebt haben. Die werden sich mehr oder weniger im erstem Teil mit dem Verlust beschäftigen um dann im zweitem Teil auf eine heitere Art zu erfahren, das es doch irgendwie immer weitergeht. Lassen Sie es auf sich wirken. Die Poesie von Franziska Röchter in Verbindung mit großer Anzahl meiner Bilder.  Und das alles erschienen im „Chiliverlag“ Gefundenes im Netz über das Werk:   „Adam Grimann ist einer der originellsten und witzigsten ‚ernsthaften‘ Künstler Ostwestfalens. Seine Bilder sind eine Augenweide und gehören angeschaut. Seine lebendigen Farben lassen gute Stimmung aufkommen. Der Künstler vereint in seinen genialen Werken Witz, Originalität, Augenzwinkern und Komisches mit Ernsthaftigkeit, Wahrheit und der Tragik des Lebens. Dieses Buch besitzt zwei Anfänge, also zwei Bücher in einem, sowie 38 Farbbilder und etliche in s/w. Buch 1: bis ans ende der zeiten. amen, welches auch der Titel eines sehr großen Gemäldes von Adam Grimann ist, enthält zu den Bildern Gedichte vom Abschiednehmen und Auszüge aus Poetry Slam Texten von Franziska Röchter. Beide Künstler verarbeiten auf ihre Art und Weise die Absurdität des menschlichen Daseins. Abschied kann alles Mögliche bedeuten: das Verlassen des Heimatlandes, die Trennung von einem ‚falschen‘ Freund, die Verabschiedung unliebsamer Gewohnheiten oder unrealistischer Wünsche oder die Auseinandersetzung mit dem unausweichlichen Tod. Buch 2: sie ist ne domina handelt von den Tragikomödien des Lebens und enthält Gedichte vom Weitermachen und ebenfalls Auszüge aus Poetry-Slam-Texten Franzi Röchters. Adam Grimanns Bilder illustrieren aufs Vortrefflichste eine Lebenskunst, zu der die Akzeptanz des Skurrilen und Unausweichlichen dazugehört, um nicht ‚vor die Hunde‘ zu gehen. Adam Grimanns Bilder waren in den vergangenen Jahren nicht nur in Ostwestfalen und Herford zu sehen, sondern weit über die Grenzen Deutschlands hinaus diverse Male in Polen, in Frankreich, in London. Dieses Buch ist etwas ganz Besonderesund kann als Trostpflaster in düsteren Stunden dienen.“

oder: „Adam Grimanns Kunst fusioniert mit Texten von Franziska Röchter. Herausgekommen ist ein Wende-Buch mit zwei Anfängen, welches einen sehr schönen Querschnitt der Vielseitigkeit beider Künstler zeigt.
Der Herforder Künstler Adam Grimann stellt mittlerweile nicht nur in der Region, sondern immer wieder auch in Polen und auch in Frankreich oder London aus. Das Buch ‚bis ans ende der zeiten. amen / sie ist ne domina‘ ist bereits die dritte Kooperation mit der Autorin. U.a. steuerte er zu ihrem Audiobook ’nacht der hunde – sangre y pan‘ die Illustrationen bei

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